Aquarien, deren Bewohner und mehr
  50 Liter Bachflohkrebs Becken
 

Mexikanische Bachflohkrebse (Hyalella azteca)

Mexikanische Bachflohkrebse sind in den nord- und mittelamerikanischen Seen und Flüssen lebende Süßwasserkrebse und ähneln den bei uns beheimateten Bachflohkrebsen (Gammarus pulex). Mit bis zu 8 mm Länge sind sie etwas kleiner als unsere heimischen Arten. Männliche Tiere sind etwas größer als die Weibchen. Wegen ihrer Widerstandsfähigkeit nennt man sie auch mexikanische Kampfkrebse.  

Mexikanische Bachflohkrebse (Hyalella azteca)
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Ausgewachsene mexikanische Bachflohkrebse mit Baby-Apfelschnecke


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Flohkrebse an einer Wasserpflanze


Flohkrebse eignen sich als Lebendfutter für sehr viele Tiere, seien es Fische, Amphibien, Schildkröten oder Reptilien, die unter Wasser jagen.
Sie sind sehr nährstoffreich und können ohne viel Aufwand gehalten werden. 

Hier die technischen Daten des Beckens:

Frontscheibe: 50 cm

Seitenscheiben: 25 cm

Beckenhöhe: 29 cm

Füllmenge: ca. 50 Liter




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Das Zuchtbecken der Flohkrebse

Gefiltert wird das Wasser bei mir mit einem Lufthebefilter. Das reicht völlig. 

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Der Lufthebefilter

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Lose im Becken liegende Filtermatten


Drei etwa 10x10 cm große Filtermatten bieten den Krebsen eine Gelegenheit zum festhalten und verstecken. Die Stücke sind aus grober Filtermatte herausgeschnitten und liegen einfach so im Becken rum. Für feine Filtermatte sind die Krebse zu groß.


Mexikanische Bachflohkrebse (Hyalella azteca)
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Flohkrebse auf der Filtermatte


Bodengrund ist
nicht erforderlich und kann durch Bildung von Schwefelwasserstoffen beim Abbauprozess sogar zum Umkippen der Zucht führen. Sinnvoll ist hingegen ein wenig(!) Mulm im Becken. Dieser wird von den Bachflohkrebsen auf der Suche nach Fressbarem gerne durchgearbeitet.

Neben den Flohkrebsen leben noch einige Schnecken im Becken. Bewährt haben sich hierfür vor allem Blasenschnecken. Die Schnecken fressen die Exuvien der Krebse. Exuvien sind die abgelegten Tierhäute die entstehen, wenn sich die Krebse beim Wachstum häuten. Flohkrebse wiederum ernähren sich vom Schneckenlaich.

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Blasenschnecken umringt von Flohkrebsen


 Temperaturmäßig sind die Tiere nicht sehr wählerisch. Alles ab 15 Grad aufwärts wird gerne genommen. Ich halte sie bei 21 Grad. Eine Heizung ist also nicht nötig.

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Flohkrebspärchen

Die Zucht ist kein Problem, da sich die Tiere fast ständig paaren. In der Tat sieht man die Tiere nur sehr selten einzeln durchs Becken schwimmen. In 80-90 % der Zeit schwimmen sie zu 2 durchs Becken. Nach ca. 10 Tagen geben die befruchteten Weibchen mehrere Jungtiere frei. Wie viele es genau sind, ist bisher nicht bekannt. Auf jeden Fall ist die Zucht sehr ergiebig. Die Jungtiere sind etwa 1 mm groß und paaren sich bereits nach einem Monat. Nach ca. 3 Monaten sind die Tiere ausgewachsen.

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Ausgewachsener 8 mm großer mexikanischer Bachflohkrebs

In ihren heimischen Seen und Flüssen ernähren sich die Bachflohkrebse von zerfallendem Laub und Aas.

Bei mir bekommen sie alle 1-3 Tage mehrere Spirulina Tabs und alle 2 Wochen Frostfutter wie Mückenlarven oder Artemia. Zusätzlich gebe ich ihnen ab und an etwas Flockenfutter. Davon aber nicht zuviel da es schnell schlecht wird wenn es nicht sofort gefressen wird.

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Tote Tiere zerlegen sie gerne. Hier sieht man einen toten Guppy 2 Minuten nach der Eingabe in das Becken. Alles was noch aus dem Bachflohkrebs-Pulk herausschaut ist die Schwanzflosse. Von einem toten Guppy bleibt nach 2 Tagen nur noch das Skelett übrig. Da tote Tiere schnell die Wasserqualität versauen ist jedoch Vorsicht geboten.


An lebende Tiere gehen Mexikanische Bachflohkrebse dagegen nicht. Auch nicht an liegende oder sich nicht bewegende Tiere. Mir ist einmal beim Umsetzen von Bachflohkrebsen ein gerade geborener 5 mm großer Baby-Guppy ins Becken gerutscht. Das Guppybaby wuchs im Bachflohbecken bis zu einer Größe von 2 cm heran ohne Schaden davon zu tragen. Er war sehr fit und auch die Flossen waren intakt. Danach habe ich den Guppy aus dem Becken gefischt da er den Krebsen das Futter weg fraß. Ich hoffe das zeigt allen Kritikern das diese Tiere keine Killer sind.


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Flohkrebse an der Wasserlinie


 
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