Apfelschnecken schlüpfen alleine und ohne Heizung nach 6 bis 8 Wochen. Da ich sie schnell und gezielt zum Ausschlüpfen und zu einer Größe von 1 bis 2 cm aufziehen möchte mache ich es anders. Dann brauchen sie zum Schlupf nur 2 bis 3 Wochen und sie wachsen auch schneller.
Alles beginnt mit einem Gelege der Apfelschnecken, sei es lila, rosa, gelb, braun oder blau, die Farbe ist egal. Alle meine Tiere gehören zur Gattung Pomacea Bridgesi. Daher sind sie alle gleich zu behandeln.
Nachdem ein Gelege 2 bis 3 Tage an der Wand oder der Abdeckung des Aquariums gehangen hat könnt Ihr es anfeuchten und VORSICHTIG! ablösen. Vorher sind die Gelege zu weich und ihr zerdrückt sie in den Fingern. Wenn Ihr sie nicht anfeuchtet kleben sie zu stark an der Scheibe und ihr zerstört sie ebenfalls.
Da ihr die Gelege dann aber nicht einfach wieder an die Wand kleben könnt mache ich es so:
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Gerade eingesetzten Schiffchen der blauen Apfelschnecke
Ich breche aus einer Styroporplatte Stücke heraus die das Gewicht der vorhandenen Gelege tragen können (bekommt man billig im Baumarkt, meist unter 1 € der Quadratmeter bei ca. 1 cm Stärke). Darauf kommt das Gelege.
Am besten richtet ihr das Becken rechtzeitig ein, denn die Schneckenbabys brauchen ein gut eingefahrenes Becken. Wenn es eilt ist eingefahrenes Aquariumwasser aus einem anderen Becken hilfreich.
Dann bereitet ihr das Becken zum Ausbrüten vor.
Dazu braucht ihr einen Heizstab, denn die Tiere brauchen zum schnellen Schlupf eine Temperatur von 26-28 Grad Celsius. Zusätzlich müßt ihr das Becken auf jeden Fall abdecken, denn die Eier benötigen auch eine hohe Luftfeuchtigkeit.
Da ihr nun den Heizstab im Becken habt braucht ihr noch ein Thermometer um die Temperatur zu überprüfen und eine Filterpumpe.
Die Pumpe sorgt dafür, dass das Wasser nicht schlecht wird wenn es zu lange steht und filtert die Rückstände der geschlüpften Tiere aus dem Wasser. Das ist sehr wichtig, da Apfelschnecken in diesem Stadium wahre Dreckschweine sind. Zwar brauchen sie in den ersten 2 Wochen nur Mulm, Aufzuchtfutter oder sehr klein geriebenes Flockenfutter, dennoch produzieren sie jede Menge Dreck in Form von Fäkalien. Die müssen aus dem Becken raus damit das Wasser nicht schlecht wird.
Das erreicht ihr am besten durch einen motorbetriebenen Filter, den ihr regelmässig auf Durchfluss kontrollieren solltet. Es kann sein dass ihr ihn, abhängig von der Zahl der Jungtiere und der Größe des Beckens, täglich reinigen müßt.
Ihr müßt allerdings immer schauen, dass die Pumpe das gefilterte Wasser nicht über der Wasseroberfläche zurückspeist, da sonst die Schiffchen mit Gelege ins Wasser gedrückt werden. Wenn das passiert ist ein Gelege innerhalb kürzester Zeit kaputt, da die Babys ertrinken. Wenige Minuten unter Wasser reichen dafür leider schon.
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