Aquarien, deren Bewohner und mehr
  BU Cambarellus
 

 Cambarellus - Amerikanische Zwergflusskrebse

Amerikanische Zwergflusskrebse (Cambarellus) sind klein, recht friedlich und oft sehr neugierig. Für Aquarianer sind sie deshalb besonders geeignet.

Ausgewachsene Cambarellus-Weibchen erreichen vier Zentimeter Körperlänge ohne die Scheren. Cambarellus-Männchen sind einen halben Zentimeter kleiner. Einige meiner Tiere überschreiten diese Standardmaße. Gelegentlich höre ich auch von sieben Zentimeter großen Exemplaren, aber das sind Ausnahmen.

Die Zwerge unter den Zwergen sind Cambarellus Diminutus. Sie werden normalerweise nur zweieinhalb bzw. zwei Zentimeter groß.

Die Heimat der Cambarellus sind die Flüsse, Seen und Tümpel im Südosten der USA und in Mexiko.

Die Lebenserwartung liegt bei etwa eineinhalb bis zwei Jahren.

Inhalt

Haltung
Krebspest
Becken
Ernährung
Häutung
Vermehrung
Nachwuchs

Cambarellus Texanus
Cambarellus Texanus

Junger Cambarellus Patzcuarensis sp, Orange
Junger Cambarellus Patzcuarensis
sp. Orange
zum Vergrößern auf das Bild klicken

Cambarellus Montezumae
Cambarellus Montezumae

Seit einiger Zeit lese ich im Internet immer wieder von neu entdeckten Cambarellus-Arten. Ich halte wenig davon, zumal der Hype in Deutschland größer zu sein scheint, als in ihrer amerikanischen Heimat. Cambarellus können sehr verschieden aussehen und passen sich farblich ihrer Umgebung an. Nicht jeder mexikanische Bach oder See beherbergt eine neue Art und nicht jeder amerikanische Bundesstaat braucht einen nach ihm benannten Cambarellus.

Die Bilder dieser Seite sind über mehrere Jahre in wechselnden Aquarien entstanden. Dabei haben sich die Tiere immer wieder ihrer Umgebung angepasst. Auf den Bildern könnt Ihr gut erkennen, wie verschieden Tiere der gleichen Art aussehen können.

Meine Cambarellus

Cambarellus Diminutus
Cambarellus Montezumae
Cambarellus Patzcuarensis
sp. Orange

Cambarellus Patzcuarensis
sp. Schoko

Cambarellus Puer
Cambarellus Texanus

Bilder unten:
Zum Größenvergleich habe ich meine Cambarellus ins Fotostudio gebeten. Der weiße Suppenteller mit etwas Aquarienwasser, den ich als Fotostudio verwende, reflektiert das Licht von allen Seiten, sogar von unten.  Das durch den Panzer schimmernde Licht bringt die Farben besonders schön zur Geltung.

Männliche Cambarellus

ca. 3,5 cm
lang
(Diminutus:
2,0 cm),
schlank,
schlanke Scheren
 

 

Cambarellus
Diminutus

 

Cambarellus
Montezumae
 

Cambarellus
Patzcuarensis
sp. Orange

Cambarellus
Patzcuarensis
sp. Schoko

Cambarellus
Texanus
 

Weibliche Cambarellus

ca. 4,0 cm
lang
(Diminutus:
2,5 cm),
kompakt,
kurze Scheren
 

 
zum Vergrößern (im Querformat) auf das Bild klicken
 

Haltung  

nach oben

Cambarellus sind pflegeleicht und können auch von Anfängern gut gehalten werden. Ihr könnt wenig falsch machen.

Die Tiere fühlen sich in Gesellschaft wohler und sollten als kleine Gruppe gehalten werden. Eine stabile Gruppe sollte aus mindestens zwei Männchen und vier Weibchen bestehen.

Rechts: Montezumas Rempelei
Videospielzeit: 0:41 Minuten



Ohne Rempelei geht ein Treffen zweier Zwergflusskrebse nie aus. Sobald sie aufeinander treffen, müssen sie klären, wer stärker ist. Aber ebenso schnell, wie ihr Kräftemessen beginnt, endet es auch. Der Verlierer macht sich vom Acker und alles ist gut. Bis zum nächsten Treffen ... 

  

Musik: Bop, CCH-Intro
(
http://bgsound.de/)

Untereinander sind die Krebse meist friedlich. Reviersteitigkeiten regeln sie mit Drohgebärden, indem sie durch Hochstellen ihrer Antennen und Scheren ihre Kampfbereitschaft und Stärke signalisieren.

Während sie drohen pinkeln sie ihren Gegner mit einer in Kopfnähe sitzenden Drüse an. Wer stärkster pinkelt und strengster riecht ist Sieger. Das sorgt für die nötige Klarheit und reicht gewöhnlich. Ich stelle mir unsere Politiker gerade beim Kampfeinsatz vor ...

Cambarellus Montezumae
Cambarellus Montezumae

Cambarellus Texanus
Cambarellus Texanus
zum Vergrößern auf das Bild klicken

Cambarellus Texanus
Cambarellus Texanus

Wichtig ist:

  • Niemals verschiedene Cambarellus-Arten in einem Becken halten, da sie sich untereinander paaren.
  • Niemals Cambarellus oder andere amerikanische Flusskrebse mit europäischen, asiatischen oder australischen Flusskrebsen in einem Becken halten, da amerikanische Flusskrebse die Krebspest auf andere Krebsarten übertragen können.

Cambarellus werden gerne in Artenbecken gehalten, in denen sie ach besonders gut zur Geltung kommen.

Ich bevorzuge die Vielfalt von Gesellschaftsbecken und halte meine Cambarellus mit verschiedenen Garnelenarten, Guppys und Schnecken. Sie kommen gut miteinander aus und vermehren sich. Verluste sind aber nicht ganz zu vermeiden.

Die meist herum schwimmenden Garnelen (Red-Fire-, Rückenstrich-, Sulawesi-Inlandsgarnelen) haben einen ganz anderen Lebensraum, als die vorwiegend auf dem Boden lebenden Cambarellus. Auch bei direkter Begegnung gibt es nur selten Probleme. Die Krebse treten aber gerne sehr dominant auf und stehen beim Futter stets in der ersten Reihe, auch wenn sie als letzte eintreffen.

 

Cambarellus Texanus und Sulawesi Inlandsgarnele
Cambarellus Texanus und Sulawesi Inlandsgarnelen

zum Vergrößern auf das Bild klicken

Welse und andere Fische, die sich viel auf dem Boden aufhalten oder dort schlafen, würde ich nicht ins Becken tun. Andere Fische, die Krebsen nicht nachstellen, sind geeignet.

Cambarellus mögen Posthorn- und Blasenschnecken.

Apfel- und Turmdeckelschnecken können sie nicht knacken. Jedenfalls haben meine keine Probleme mit den Krebsen.

Cambarellus Texanus und Sulawesi Inlandsgarnele
Cambarellus Texanus und Sulawesi Inlandsgarnelen
zum Vergrößern auf das Bild klicken

Cambarellus Montezumae
Cambarellus Montezumae

Cambarellus Puer
Cambarellus Puer
zum Vergrößern auf das Bild klicken

Cambarellus Texanus
Cambarellus Texanus

 

Krebspest

nach oben

Amerikanische Flusskrebse können Überträger der Krebspest sein. Sie selbst können dank körpereigener Enzyme nicht erkranken. Für alle europäischen, asiatischen und australischen Flusskrebsarten ist die Krebspest tödlich. Amerikanische Flusskrebse dürfen deshalb niemals mit anderen Krebsen zusammen kommen.

Garnelen, Fische und Schnecken kann die Krebspest nicht befallen.

Die Krebspest ist eine Pilzerkrankung, die durch Sporen übertragen wird. Die Pilze gelangen bei der Häutung ins Wasser. Sie produzieren dort Sporen, die ohne Wirt fünf Tage überleben und bis zu drei Mal neue Sporen bilden können.

Die Sporen können auch an Euren Fingern, Gerätschaften (Käscher, Schläuche), Pflanzen, Fischen, Garnelen  und Schnecken haften und so in andere Becken übertragen werden. Pflanzen und Tiere müssen deshalb für einen Monat in Quarantäne, bevor Ihr sie von einem Becken mit amerikanischen Flusskrebsen in ein Becken mit anderen Flusskrebsen umsetzt. Die Quarantäne gilt auch für Becken und Einrichtungsgegenstände bevor Ihr sie anderweitig verwendet. Ihr braucht separate Gerätschaften für die Becken, die Ihr auch nie verwechseln solltet. Und Ihr solltet Euch auch sehr sorgfältig (arztmäßig) die Hände waschen, wenn ihr mit den Händen im Becken mit amerikanischen Flusskrebsen ward. Um Probleme zu vermeiden, kümmere ich mich erst um alle anderen Becken und zuletzt um meine Cambarellus.

Cambarellus in Gartenteichen zu halten (einige flüchten, egal wie schön der Teich ist, auf jeden Fall) oder auszusetzen ist verboten, weil es die heimische Fauna gefährdet. Tiere auszusetzen oder durch die Toilette zu entsorgen ist sowieso ein Unding.

Hat sich ein Krebs infiziert, kratzt er sich an Augen, Scheren, Beinen und Schwimmbeinen, zeigt Lähmungserscheinungen, verliert seinen Fluchtreflex, verliert seine Gliedmaßen und kippt zur Seite. Dann zeigt sich ein weißer Pilzbelag an den Augen und Gelenken und der Krebs stirbt. Von der Infektion bis zum Tod vergehen etwa sechs Tage. Die Krebspest ist unheilbar und endet immer tödlich. Es empfiehlt sich, die toten Tiere zu verbrennen, um Pilzsporen sicher zu vernichten.  

Cambarellus Patzcuarensis sp. Orange
Cambarellus Patzcuarensis sp. Orange

Cambarellus Texanus
Cambarellus Texanus
zum Vergrößern auf das Bild klicken

Cambarellus Patzcuarensis sp. Schoko
Cambarellus Patzcuarensis sp. Schoko

 

Becken

nach oben

Da Cambarellus recht klein sind, kommen sie auch mit kleinen Becken gut zurecht. Von 20- oder 30-Liter-Becken, wie manchmal vorgeschlagen, halte ich allerdings wenig. Sie eignen sich nur als Einstieg für zwei bis drei Tiere  Da sich die Krebse vermehren, ist ein etwas größeres Becken von etwa 50 oder 60 Litern für eine dauerhafte Haltung empfehlenswerter. 

Ich halte meine Diminutus und Schokos in zwei 54-Liter-Becken, meine CPO und Montezumas in einem geteilten 160-Liter-Becken und meine Texanus in einem geräumigen 160-Liter-Becken.

Wichtig ist eine möglichst große Grundfläche. Cambarellus können im Gegensatz zu Garnelen kaum schwimmen. Sie leben vorwiegend auf dem Boden oder krabbeln zwischen den Wasserpflanzen, müssen sich aus dem Weg gehen können und brauchen genügend Verstecke. Dadurch vermeidet Ihr Aggressionen und seht mehr von den Tieren.

Cambarellus Texanus
Cambarellus Texanus
zum Vergrößern auf das Bild klicken

Ein gelegentlich beschriebener Kannibalismus zwischen Krebsen ist normalerweise ein Zeichen für Überbevölkerung im Becken. Kannibalismus ist die krebseigene Lösung zur Anpassung ihrer Population an ein zu kleines oder schlecht strukturiertes Becken.

Gelegentlich verspeisen sie auch ihre eigenen Artgenossen, wenn diese nach der Häutung vorübergehend schutzlos sind und kein angemessenes Versteck bezogen haben. Die Tiere sind aber während und kurz nach der Häutung sehr vorsichtig. Wenn Ihr ein Becken mit genügend Ausweichmöglichkeiten und ausreichenden Verstecken anbietet, ist das kein Problem.
 

 

Manche Aquarianer legen, bevor sie mit der Einrichtung eines Krebsbeckens beginnen, eine Plexiglas- oder Styroporplatte auf den Beckenboden. Die Platte dient als Schutz um die Bodenscheibe vor Spannungen durch Steine zu schützen.

Cambarellus betätigen sich nicht als Baumeister und gestalten das Becken nach ihren Wünschen um. Ich habe deshalb auf diese Vorsichtsmaßnahme verzichtet. Stattdessen bedecke ich den Boden mit einer dicken Kies- oder Sandschicht.


Cambarellus Texanus
zum Vergrößern auf das Bild klicken

Kiesböden haben nur noch meine älteren Becken. In meinen neu angelegten Aquarien bevorzuge ich eine mindestens zehn Zentimeter dicke Sandschicht. Gut geeignet ist besonders feiner (0,1 bis 0,9 mm) Aquariensand oder preiswerter Spielkastensand aus dem Baumarkt. Vogelsand ist ungeeignet, da er oft Beimengungen von Anisöl oder Ätzkalk enthält.
 

Bild links: Selbst feinster Sand wird bei Nahaufnahmen zum Geröllfeld. Der Boden meines Texanus-Beckens besteht aus feinem weißen Aquariensand, Körnung 0,1 bis 0,9 mm.


Bakterienkolonie
im Texanus-Becken
zum Vergrößern auf das Bild klicken

Eine mindestens zehn Zentimeter dicke Sandschicht, wie link im Bild, wirkt wie eine natürliche Kläranlage. Der feine Sand ist sehr dicht und sorgt dafür, dass organische Stoffe schwer eindringen. Es können also keine Fäulnisherde entstehen, die sich in Sulfate umwandeln und das Wasser vergiften.

Bei etwa acht Zentimeter Tiefe endet der Sauerstoffgehalt im Sand, so dass sich ab hier anaerobe Bakterien ansiedeln. An der blauschwarzen Färbung im Bild link sind sie gut erkennbar. Die Verfärbung ist kein Dreck, sondern Euer biologischer Filter und muss da bleiben. Die Bakterien leben von Stoffwechselabbauprodukten anderer Organismen und spalten Nitrat in Stickstoff und Sauerstoff auf.

Cambarellus Texanus
Cambarellus Texanus

Cambarellus Diminutus
Cambarellus Diminutus
zum Vergrößern auf das Bild klicken


Cambarellus Puer

Cambarellus Patzcuarensis sp. Schoko
Cambarellus Patzcuarensis
sp. Schoko
zum Vergrößern auf das Bild klicken

Cambarellus graben nicht und benötigen auch keine Wohnhöhlen, aber möglichst viele Verstecke. 

Geeignet sind Lochziegel, die hinten geschlossen werden oder an einer Wand stehen sollten. 

Sehr natürlich wirken übereinander gestapelte Lavasteine. Am besten stapelt Ihr die Lavasteine ins leere Becken, prüft durch vorsichtiges Wackeln am Becken die Standfestigkeit Eurer Konstruktion und lasst erst dann Wasser einlaufen. Wenn Ihr es gerne etwas stabiler habt, könnt Ihr die Steine mit Aquariensilikon fixieren. 

Auf die Steine binde ich etwas Javamoos. Zusätzlich lege ich Wurzeln ins Becken.

Als Versteck eignen sich auch Ton- oder Bambusröhren mit unterschiedlichen Innendurchmessern zwischen einem und drei Zentimetern. Die Röhren müssen innen mindestens fünf Zentimeter lang und hinten geschlossen sein. Gern benutzt werden auch so genannte Garnelenbäume.

Putzteufel und Krebse vertragen sich nicht.

Krebse mögen keine sauber aufgeräumten sterilen Aquarien. Sie brauchen ein strukturreiches Becken, Deckung und Rückzugsgebiete und eine gehörige Portion Mulm.

Krebse ernähren sich in der Natur vor allem von Mulm. Deshalb gehört eine genügende Menge Mulm und Herbstlaub ins Becken und bietet zusätzliche Versteckmöglichkeiten.
 
Krebse sind die Gesundheitspolizei im Becken und wenn Ihr sie das nicht sein lasst, machen sie Euch auch keine Freude. Mulmbedingt naturtrübes Wasser ist ideal.

Cambarellus Texanus
Cambarellus Texanus
zum Vergrößern auf das Bild klicken

Gleichzeitig lieben Krebse aber auch ein gute Wasserqualität und vor allem sauerstoffreiches Wasser. 

Ist zu wenig Sauerstoff im Wasser vermehren sie sich nicht mehr. Ein Hamburger Mattenfilter sorgt bei mir für ausreichenden Sauerstoff.

Der Filter ist für mich auch eine wichtige Quelle für neuen Mulm. Wenn die Filtermatten nicht mehr genügend Wasser durchlassen, drücke ich sie im Beckenwasser aus und warte, bis sich der aus dem Filter gedrückte Schlamm am Boden abgesetzt hat. So halte ich die im Schlamm befindlichen, für die Ernährung wichtigen Mikroorganismen im Becken. Erst dann reinige ich den Filter gründlich und nehme ihn wieder in Betrieb.  

Ihr solltet das Wasser zusätzlich in regelmäßigen Abständen wechseln. Ich tausche etwa alle 3-4 Wochen ungefähr ein Viertel des Beckeninhalts gegen frisches Leitungswasser. Mehr als ein Viertel ist nicht so gut, weil dann die Kleintierwelt im Wasser zu gering wird.

Das Frischwasser kann ruhig kalt sein. In der Natur sind solche Temperaturschwankungen normal und beleben die Tiere.

Kalkhaltiges Wasser ist für Krebse von Vorteil, da sie den Kalk für ihren Panzer benötigen. In Gegenden mit sehr kalkarmem Wasser muss ggf. durch entsprechendes Futter nachgeholfen werden.

Tödlich für Krebse sind Kupfer oder Chemikalien im Wasser.

Bei der Vergesellschaftung mit Fischen solltet Ihr bedenken, dass Fischkrankheiten in Krebsbecken nicht mit Medikamenten behandelt werden können. Krebse vertragen das in den meisten Medikamenten enthaltene Kupfer nicht. Ihr braucht in diesem Fall ein UV-Gerät, um schädliche Krankheitskeime abzutöten.

Auch einen eventuellen Algenbefall des Beckens dürft Ihr niemals mit den handelsüblichen Präparaten bekämpfen, da diese gewöhnlich für alle Krebsarten giftigen Kupfer enthalten. Im Internet gibt es nahezu unendlich viele Tipps wie man Algen und andere Störfaktoren auch ohne die chemische Keule bekämpfen kann. Oder schreibt mich einfach an. Ich helfe dann so gut ich kann

Cambarellus Texanus
Cambarellus Texanus
zum Vergrößern auf das Bild klicken

Cambarellus Montezumae
Cambarellus Montezumae

Junger Cambarellus Patzcuarensis sp. Orange
Junger Cambarellus Patzcuarensis sp. Orange
zum Vergrößern auf das Bild klicken

Cambarellus Texanus
Cambarellus Texanus

Das wichtigsten in einem Cambarellus-Becken sind Wasserpflanzen, in denen die Tiere gerne herumkrabbeln oder sich verstecken. Da Cambarellus im Gegensatz zu vielen anderen Krebsen nicht graben, sind Pflanzen kein Problem.

Beim Thema Wasserpflanzen meine ich nicht ein paar übersichtlich platzierte Stängel, sondern üppigen Bewuchs, am besten mit einer Lichtung in der Mitte. Aber Achtung bei der Neuanlage: Wasserpflanzen wachsen üppig! Übertreibt es nicht. 

In meinen Becken habe ich vorzugsweise Vallisnerien und Nixkraut gepflanzt. Anubia, Javafarn oder andere Pflanzen sind genauso geeignet.

Cambarellus Montezumae
Cambarellus Montezumae
zum Vergrößern auf das Bild klicken

Cambarellus kommen mit Wassertemperaturen zwischen 15 und 30°C zurecht, ohne dass sie leiden. Manche Cambarellus-Arten überleben sogar Gewässertemperaturen von nur vier Grad Celsius. Auch in ihrer natürlichen Heimat gibt es starke jahreszeitliche Schwankungen. Die Grenztemperaturen sollten aber nur kurze Zeit andauern.

Ich halte meine Cambarellus ohne Beckenheizung bei Zimmertemperatur von etwa 20°C. Bei andauernder Sommerhitze über 30 Grad habe ich auch schon mal mit täglichem Wasserwechsel und Eiswürfeln gekühlt.

Nach meinen Erfahrungen beschleunigt eine höhere Wassertemperatur Wachstum und Vermehrung der Tiere. Höhere Wassertemperaturen verkürzen aber auch die Lebenserwartung.

 

Krebse sind nachtaktiv und mögen es gerne ein bisschen schattig. Meine Cambarellus sind aber auch tagsüber unterwegs. Diese Tagaktivität wurde mir auch von anderen Haltern bestätigt.

Eine Aquarienbeleuchtung ist deshalb für Cambarellus nicht erforderlich. Für Wasserpflanzen ist sie jedoch zwingend erforderlich. Ohne Beleuchtung haben sie keine Chance zu überleben.

Cambarellus Texanus
Cambarellus Texanus
zum Vergrößern auf das Bild klicken

Krebse, auch diese kleinen Cambarellus, sind sehr kräftig, können hervorragend klettern und tun das auch, wenn sich die Gelegenheit dazu bietet. Es gehört zu ihrem natürlichen Verhalten, in andere Gewässer zu wechseln. Die Beckenwände sind für die Tiere zu glatt, aber eine Silikonnaht, ein Schlauch, Einrichtungsgegenstände oder ein Kabel sind für einen Ausbruchsversuch Gelegenheit genug. Draußen angekommen haben sie nur eine Überlebenschance von maximal 12 Stunden, sollten sie den Sturz überlebt haben. In der Zeit vertrocknen sie und leiden sehr. Achtet deshalb unbedingt auf eine gute Ausbruchssicherung.

Ich verwende als Ausbruchssicherung die im Handel erhältlichen Aquarienabdeckungen und alternativ Plexiglasscheiben, die ich mit Steinen beschwere. Ausschnitte für Schläuche und Kabel sind besonderen Gefahrenstellen. Ich verschließe sie deshalb komplett mit Filtermaterial.

Cambarellus Patzcuarensis sp. Schoko
Cambarellus Patzcuarensis
sp. Schoko

Cambarellus Texanus
Cambarellus Texanus
zum Vergrößern auf das Bild klicken

Cambarellus Montezumae
Cambarellus Montezumae

 

Ernährung

nach oben

Cambarellus Texanus
Cambarellus Texanus
zum Vergrößern auf das Bild klicken

In ihrer natürlichen Heimat sind Flusskrebse der Gewässergesundheitsdienst. Sie sind Allesfresser und ernähren sie sich überwiegend von abgestorbene Pflanzenteilen, Algen, modrigem Holz und Wasserpflanzen. Sie mögen Aas und kranke Tiere, weil sie einfach zu fangen sind und verhindern dadurch die Verbreitung von Krankheiten und das Umkippen des Gewässers.

Auf ihrem Speiseplan stehen auch Würmer, Schnecken, Muscheln und kleine Fische. Dabei packen sie ihre Beute mit ihren Scheren. Mit den kleinen Scheren ihres zweiten und dritten Laufbeinpaares zerteilen sie ihre Beute und führen sie dann zum Mund. Fische und Garnelen sind aber nur Gelegenheitsbeute. Cambarellus sind keine aktiven Jäger. Sie lauern auch nicht auf Beute.

Rechts: Texanus Swing  2
Videospielzeit: 1:29 Minuten




Wer sein Essen nicht mit anderen teilen will, hat wenig Zeit für die eigene Ernährung. Und hinterrücks geklaut wird trotzdem. Selber schuld. Krebse sind eben so. 
 

 

Musik: BlaKisS, Amalgam,
Momentos de Amor
(http://www.jamendo.com/de/album/56272)

Ich füttere viel Pflanzliches (abgestorbene Wasserpflanzen, geschälte Salatgurken, gekochte Möhren). 

Sehr beliebt ist auch mit kochendem Wasser überbrühtes und damit keim- und parasitenfrei gemachtes gewässertes Herbstlaub.

Wer es bequem mag nimmt Flockenfutter oder pflanzliche Futtertabletten aus dem Aquarienhandel. 

Fleisch, z. B. gefrorene Mückenlarven, sollte nur selten gefüttert werde, da zuviel Eiweiß nicht gut für die Tiere ist.

Artemia sind besser geeignet da sie weit weniger Eiweiß enthalten. Aber auch davon bitte nicht zuviel.

 Cambarellus Patzcuarensis sp. Schoko
Cambarellus Patzcuarensis
sp. Schoko

 Cambarellus Montezumae
Erwachsener Cambarellus Montezumae
um Vergrößern auf das Bild klicken

 Junger Cambarellus Montezumae
Junger Cambarellus Montezumae

 

Häutung

nach oben

Krebse haben kein Skelett, sondern einen Chitinpanzer, der ihnen von außen Stabilität und Schutz gibt. Der stört gelegentlich, weil er nicht mit wächst und deshalb abgeworfen werden muss.

Bei den kleinen Cambarellus ist die Häutung meist nur schwierig zu beobachten. Sie ziehen sich schon einige Tage vorher zurück, werden ruhiger und fressen nicht mehr, um ihrem Panzer Kalk zu entziehen. Dadurch kann sich auch ihre Farbtönung ändern. Ihr solltet das Tier in Ruhe lassen. Es hat Stress genug.

Auch unter dem Panzer passiert einiges. Nervenenden trennen sich vom alten Panzer und unter dem Panzer bildet sich eine schleimige Trennschicht, mit der die Häutung vorbereitet wird. Bei der Häutung werden auch die Kiemen und ein Teil des Darms erneuert

Sind die inneren Vorbereitungen abgeschlossen, pumpt der Krebs sein Blut (Hämolymphe) durch seinen Körper und presst damit seinen Panzer auseinander. Sobald die Verbindung zwischen Carax und Abdomen platzt, legt sich das Tier auf die Seite. Mit rhythmischen Bewegungen löst es dann in wenigen Sekunden seinen Körper innwendig vom alten Panzer und zieht genau an der geplatzten Stelle seinen schutzlosen Carapax und Abdomen aus dem alten Panzer heraus.

Meistens gelingt das. Es kommt aber auch vor, dass sich das Tier nicht vollständig befreien kann, oft an den Scheren, und dann zugrunde geht. Auch kann es sein dass mal ein Bein oder eine Schere nach der Häutung weg ist da sie im alten Panzer hängen geblieben ist.

Sollte das einmal bei Euch passieren, liegt es meist daran, dass Ihr zuviel tierische Kost gefüttert habt.

Cambarellus Texanus
Cambarellus Texanus
um Vergrößern auf das Bild klicken

Der alte Panzer wird als willkommener Chitin- und Kalklieferant vom Krebs oder anderen Tieren schnell gefressen. Lasst ihn also besser im Aquarium, auch wenn es zuerst so aussieht als läge da ein toter Krebs.

alter Panzer, Cambarellus Texanus
alter Panzer, Cambarellus Texanus
zum Vergrößern auf das Bild klicken

Die große Überraschung ist, dass der Krebs nach der Häutung wieder über Gliedmaßen verfügt, die er vorher verloren hatte, meist allerdings etwas kleiner. Es kann einige Häutungen dauern, bis verloren gegangene Gliedmaßen wieder die angestammten Maße erreichen, aber es gelingt nach meiner Erfahrung immer.

Die Häutung ist ein schwieriger und gefährlicher Augenblick, denn das Tier ist schwach, kann sich nicht verteidigen und besitzt auch keinen schützenden Panzer. Nach der Häutung nennt man die Tiere auch Butterkrebse, weil ihre Haut butterweich und ungepanzert ist. Es bleibt für die Krebse also gefährlich.

alte Scheren, Cambarellus Texanus
alte Scheren, Cambarellus Texanus
zum Vergrößern auf das Bild klicken

Der frisch gehäutete Krebs verschwindet deshalb in ein Versteck. Nur sein Hunger treibt ihn in den nächsten zwei bis drei Tagen heraus. Er verlässt sein Versteck aber nur sehr kurz und mit größter Vorsicht, um etwas zu fressen. Währenddessen wächst er kräftig und wartet, bis der neue Panzer ausgehärtet ist.

Danach präsentiert sich Euer Krebs deutlich größer und schöner als vorher. Oft ändert sich auch sein Farbton ein wenig.

Cambarellus können sich ohnehin recht gut ihrer Umgebung anpassen. Es dauert aber schon eine gewisse Zeit. Cambarellus, die ich aus einem Becken mit dunklem Kiesboden in ein Becken mit hellem Boden umgesiedelt habe, wurden mit jeder Häutung ein wenig heller.

Krebse wachsen zunächst sehr schnell, später aber nur noch sehr langsam. Dementsprechend häuten sich Jungkrebse in ihren ersten Lebenstagen teilweise mehrfach täglich, später nur noch wöchentlich und dann monatlich. Alte Krebse häuten sich nur noch jedes halbe Jahr oder seltener.

Cambarellus Texanus
Cambarellus Texanus
um Vergrößern auf das Bild klicken

 Erwachsener männlicher Cambarellus Texanus
Erwachsener männlicher 
Cambarellus Texanus

 Junger männlicher Cambarellus Texanus
Junger männlicher
Cambarellus Texanus
zum Vergrößern auf das Bild klicken

 Erwachsener weiblicher Cambarellus Texanus
Erwachsener weiblicher
Cambarellus Texanus

 

Vermehrung

nach oben

Bis zur Geschlechtsreife brauchen Cambarellus nur drei bis vier Monate. Sie haben bis dahin die Hälfte ihrer endgültigen Größe erreicht. Wachstumsgeschwindigkeit und Größe werden durch die Wassertemperatur und die Ernährung beeinflusst. Bei wärmeren Wasser und guter Ernährung geht es zügiger voran. Kälterem Wasser und weniger Futter läuft die Entwicklung wesentlich langsamer ab.
 
Männliche Tiere sind schlanker als Weibchen. Sie haben auch schlankere, dafür aber längere Scheren und sind deswegen schon rein äußerlich voneinander zu unterscheiden. Ausgewachsene männliche Tiere sind etwa fünf Millimeter kleiner als ausgewachsene Weibchen. Das variiert aber von Art zu Art ein wenig.

Männlicher Cambarellus Montezumae
Männlicher Cambarellus Montezumae
zum Vergrößern auf das Bild klicken

Links:
Männliche Cambarellus

sind ca. 3,5 cm lang,
schlank und haben schlanke Scheren
 

Rechts:
Weibliche Cambarellus

sind ca. 4,0 cm lang,
kompakt und haben kurze Scheren
 

Weiblicher Cambarellus Montezumae
Weiblicher Cambarellus Montezumae
zum Vergrößern auf das Bild klicken

Wer es genau wissen will muss die Tiere zur Geschlechtsbestimmung fangen und auf den Rücken drehen. Cambarellus-Männchen und -Weibchen unterscheiden sich, ebenso wie die Cambarus und Procambarus, durch ihre Gonopoden. Die Gonopoden befinden sich an der Unterseite des Cambarellus.

Beim Fangen müsst Ihr etwas aufpassen. Der Cambarellus-Panzer ist ziemlich dünn. Er darf nur behutsam angefasst und nicht zu kräftig gedrückt werden. Es ist deshalb ziemlich schwierig, die sich heftig wehrenden Tiere vorsichtig zu packen, auf den Rücken zu drehen und zwischen den zappelnden Beinen das Geschlecht zu erkennen. Auf keinen Fall darf ein Krebs an den Scheren gepackt werden. Bei solchen Aktionen werfen die Tiere ihre Scheren sofort ab, weil dies ihre letzte Chance zur Flucht ist. 

Ich fange deshalb jeden Krebse einzeln mit einem Käscher, setze ihn in ein Glasgefäß, stelle das Glasgefäß auf zwei Kaffeebecher, lege darunter meine Digitalkamera, warte bis das Tier still sitzt und fotografiere es von unten durch den Glasboden. Auf dem Kameradisplay ist das Geschlecht einwandfrei erkennbar. Inzwischen habe ich so viel Übung, dass ich das Geschlecht halbwüchsiger Tiere mit bloßem Auge sehe.

Cambarellus Montezumae, Männchen + Weibchen
Cambarellus Montezumae
Männchen   /   Weibchen
zum Vergrößern auf das Bild klicken

Die männlichen Gonopoden könnt Ihr auf dem Bild ganz links gut erkennen. Sie ähneln einem zum Schwanz hin offenen V, das zwischen dem vorletzten Beinpaar mit zwei nebeneinander liegenden Dornen zusammenläuft. Aus diesen Dornen treten die Samenpakete heraus, mit denen die Eier des Weibchens befruchtet werden.

Bei den weiblichen Tieren link im Bild fehlt dieses V. Ihr seht aber zwischen dem vorletzten Beinpaar die beiden runden eng beieinander liegenden Eiablageöffnungen.

Bei beiden Tieren erkennt Ihr das Geschlecht aber auch schon an der Körperform: Links das schlankere Männchen, rechts das kompaktere Weibchen.

Krebse kommen mit Inzucht recht gut zu recht. Auf längere Sicht beschränkt eine zu kleine Anzahl aus nur einer Zucht aber auch bei ihnen die genetische Vielfalt. Die Tiere sind dann nicht mehr so fit. Ein untrügliches Zeichen für Inzuchtprobleme sind absterbende oder unfruchtbare Gelege. Es lohnt sich deshalb, mit wenigen Tieren anzufangen und später ein paar neue Tiere hinzuzukaufen oder auszutauschen.

Cambarellus Montezumae
Cambarellus Montezumae
zum Vergrößern auf das Bild klicken

CPO
Cambarellus  Patzcuarensis
sp. Orange

Die sehr ruppige Paarung erfolgt kurz nach der Häutung des Weibchens. Sobald der neue Panzer ausgehärtet ist signalisiert es Paarungsbereitschaft, indem es Pheromone absondert und damit Männchen anlockt. Das Männchen verfolgt das Weibchen, schnappt es sich mit seinen Scheren, schmeißt es auf den Rücken, drückt es mit seinem Körper auf den Boden und umklammert es fest. 

Rechts: Oranges Love
Videospielzeit: 2:08 Minuten


Bei der Fortpflanzung verzichten Cambarellus auf jegliche Paarungsrituale. Das Männchen dreht das Weibchen auf den Rücken und hält es mit seinen Scheren fest. In dieser Stellung verharren die beiden einige Zeit. Währendessen heftet das Männchen ein Spermapaket an die weibliche Geschlechtsöffnung.



Musik: Carlos & Miguel, Josepha, Marquise (http://www.jamendo.com/de/album/22713)

Die Umklammerung kann bis zu einer Stunde dauern. Da Krebse ungern auf dem Rücken liegen, wehrt sich das Weibchen immer wieder recht heftig. Dabei kann es auch mal eine Schere oder ein Bein verlieren. Verlorene Körperteile wachsen aber nach. Die Verstümmelung ist also nicht von Dauer. Während der Paarung platziert das Männchen seine Samenpakete direkt an den weiblichen Geschlechtsöffnungen.

Cambarellus Texanus

Cambarellus Texanus
Cambarellus Texanus
zum Vergrößern auf das Bild klicken

Cambarellus Texanus

Es kann einige Tage dauern, bis die Eier das Weibchen verlassen. Meist passiert das im Dunklen und ist deshalb schwer zu beobachten. Die Eier schwimmen in einer Flüssigkeit, wenn sie vom Weibchen ausgestoßen werden. Diese Flüssigkeit weicht die an den Geschlechtsöffnungen platzierten Samenpakete auf und sorgt so für die Befruchtung der austretenden Eier. Je nach Cambarellus-Art und Alter liegt die durchschnittliche Zahl der Eier zwischen 20 und 100. Danach werden die befruchteten Eier vom Weibchen unter ihrem Schwanz, dem Pleon, zwischen den Schwimmbeinen befestigt. 

Rechts: Texanus Swing 
Videospielzeit: 1:01 Minuten




An ihre Schwimmbeine geheftet, tragen Cambarellus-Mütter ihren Nachwuchs immer bei sich. Ihren Eier und Larven werden ständig mit frischem, sauerstoffreichem Wasser umfächert. Wenige Tage nach diesem Video sind die Jungen geschlüpft.
 




Musik: BlaKisS, Amalgam,
Momentos de Amor
(http://www.jamendo.com/de/album/56272)

Die Eier bleiben unter dem Pleon und werden dort mit großer Sorgfalt gepflegt und beschützt. Ständig fächern die Weibchen mit ihren Schwimmbeinen sauerstoffreiches Wasser zwischen die Eier. Abgestorbene oder unfruchtbare Eier sortiert die Mutter aus und frisst sie. Höhlen und Verstecke sind jetzt für die eiertragenden Mütter besonders wichtig. Larven und Jungkrebse sind sehr klein und wären für viele Fische eine leichte Beute.

Cambarellus Patzcuarensis sp. Schoko

Cambarellus Patzcuarensis sp. Schoko

Cambarellus Patzcuarensis sp. Schoko

Cambarellus Patzcuarensis sp. Schoko, Weibchen mit Eiern und Larven 
zum Vergrößern auf das Bild klicken

 

Nachwuchs

nach oben

Nach etwa drei bis fünf Wochen schlüpfen die bereits voll entwickelten Jungtiere. Sie werden danach aber noch ein paar Tage von der Mutter in ihren Bauchtaschen herumgetragen und beschützt. In dieser Zeit wachsen die Jungtiere rasch und häuten sich mehrmals.

Schokos Geburtsstation 
Dauer: 1:06 Minuten



Zwergkrebsweibchen tragen die befruchteten Eier zwischen ihren Schwimmbeinen und umspülen sie ständig mit Wasser. Im Video sind die Eier gut zu erkennen, ebenso die Augen der kurz vor dem Schlüpfen stehenden Jungen. Gut zu erkennen ist auch, wie einzelne Larven gerade schlüpfen und von der Mutter lösen.


Musik: Bop, Vom Schicksal singt der Zauberwald (
http://bgsound.de/)

 

 

Anfängerfehler!
Heute würde ich als Größenvergleich für junge Krebse natürlich etwas anderes verwenden. Damals fand ich das Centstück einfach schön und hatte keine Ahnung, dass Kupfer schädlich für Krebse ist. Geschadet hat es nicht. Es dauert wohl auch etwas, bis Wasser genügend Kupferionen aus Münzen herauslöst. Auch das frische Leitungswasser für das Krebsbecken ist meistens durch Kupferleitungen gelaufen und schadet trotzdem nicht.

 


Cambarellus Montezumae
kurz nach dem Schlüpfen

Cambarellus Montezumae nach 2 Wochen
Cambarellus Montezumae
nach 2 Wochen
zum Vergrößern auf das Bild klicken

Cambarellus Montezumae nach 3 Monaten
Cambarellus Montezumae
nach 3 Monaten

Wenn sie von der Mutter frei gelassen werden, sind die Jungtiere etwa drei Millimeter klein. Sie brauchen jetzt ausreichend Mulm zur Ernährung und um sich zu verstecken. In den ersten Tagen verschwinden sie praktisch im Mulm und fühlen sich dort vermutlich wie im Schlaraffenland. Ihr seht also wenig von ihnen. Aber das ändert sich. Wühlt also nicht im Mulm rum und macht eine Volkszählung. Das macht nur Stress.

Schokos Kindergarten
Dauer: 2:35 Minuten





Unmittelbar nach dem Schlüpfen verziehen sich die jungen Schokos ins Dickicht der Wasserpflanzen. Hier finden sie Nahrung und etwas Sicherheit vor Fressfeinden.




Musik: Bop, Vom Schicksal singt der Zauberwald (
http://bgsound.de/

Die Jungtiere können im gleichen Becken bleiben wie die erwachsenen Krebse, wenn Größe und Struktur des Beckens genügend Ausweichmöglichkeiten und Verstecke bieten und wenn Ihr abwechslungsreich und auch mit feinem Futter füttert. Ich konnte noch nie beobachten dass die Alttiere dem Nachwuchs nachstellen. Bei Nahrungsmangel kann das aber durchaus vorkommen.

Cambarellus Patzcuarensis sp. Schoko
Cambarellus Patzcuarensis
sp. Schoko

Cambarellus Texanus
Cambarellus Texanus
zum Vergrößern auf das Bild klicken

Cambarellus Patzcuarensis sp. Schoko
Cambarellus Patzcuarensis
sp. Schoko

nach oben 

 
  Seit der Erstellung der Seite am 6.11.08 waren schon 350717 Besucher (1268712 Hits) hier!